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Jeder Schwimmteich oder Naturpool ist in mindestens zwei Bereiche aufgeteilt. Die Bade-oder Schwimmzone ist der Spaßbereich in dem sich der menschliche Nutzer aufhalten darf.  Die Aufbereitungs- oder Regenertionszone ist der Funktionsbereich für die Wasseraufbereitung und somit für Schwimmer tabu. Allein durch diese Trennung kann ein Schwimmteich funktionieren. Die ersten Schwimmteiche folgten genau diesem Prinzip und noch immer werden sie vereinzelt so gebaut.

Ganz so optimal ist diese einfache Bauform aber nicht und im Laufe der Jahre wurden neue Techniken ersonnen um die Wasseraufbereitung zu verbessern und eine Algenbelastung zu verringern. Gleichgültig wie die technische Lösung aussieht, sie basiert immer auf einem oder einer Kombination von drei Prinzipien:

1. Organisches Material mechanisch entfernen

2. Die Prozesse im biologischen Filterbereich unterstützen

3. Gelöste Nährstoffe, die sich nicht biologisch verknappen lassen, physikalisch-chemisch binden


Mechanische Filter

Über die Wasseroberfläche gelangt ständig organisches Material in den Teich. Laub, Pollen, Insekten, Grasschnitt etc. würden absinken und sich mit der Zeit zersetzen und die enthalten Nährstoffe freigeben. Deshalb ist ein Oberflächenskimmer die erste Station einer mechanischen Filtrierung. Ein zusätzlicher Bodenablauf kann sinnvoll sein, denn hier werden (in begrenztem Umfang) Algen und Sedimente aufgenommen. Die „Verschmutzung“ wird in einem Filter eingefangen. Dieser kann aus einer einzigen Einheit bestehen oder mehrstufig aufgebaut sein. Eine mehrstufige Filtrierung ist vorteilhaft, da sich der Wasserdurchfluss besser aufrecht erhalten lässt. Es ist eine Tendenz zu immer feinerer Filtrierung zu beobachten, die Partikel bis in den mµ-Bereich zurückhält. Das ist bei hohen Durchflussmengen aber nur mit aufwendigen Anlagen zu erreichen. So kostet z.B. ein Trommelfilter nicht selten mehrere tausend Euro. Dahinter steht der Wunsch nach kristallklarem Wasser. Bei einer nachgeschalteten biologischen Kläreinheit ist aber eine superfeine Partikelseparation nicht zwingend notwendig. Hier geht es eher darum den Biofilter vor  Schmutzfrachten zu schützen und die Wasserklarheit durch die biologische Nährstoffreduzierung zu erreichen.


Biologische Prozesse

Der biologische Aufbereitungsbereich ist die Kernzelle jedes Filtersystems. Leider gibt es keine einheitliche Meinung wie ein gut funktionierender Biofilter aufgebaut sein muss. Es gibt Untersuchungen zu einzelnen Teilbereichen, die im Rahmen von Zulassungsverfahren für Pflanzenkläranlagen im Bereich der Brauchwasserklärung stattgefunden haben. Auch die Hochschule für Gartenbau in Weihenstephan kann brauchbare Forschungsergebnisse vorlegen. Das auch wissenschaftliche Untersuchungen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen können, hat einen einfachen Grund: Das Thema ist zu komplex.

1. Wasserqualität setzt sich aus vielen Parametern zusammen, die sich zudem laufend ändern können.

2. Dazu kommen physkalische Einflüsse wie Licht, Temperatur und Strömungsgeschwindigkeit.

3. Mikroorganismen gibt es in einer unüberschaubaren Artenvielfalt. Jedes Bakterium ist anders spezialisiert.

4. Das Trägermaterial oder Substrat kann selbst Emissionen ans Wasser abgeben.

5. Organische Stoffe und Spurenelemente gelangen von aussen in den Teich.

6. Wasserpflanzen reagieren nach Art unterschiedlich und haben unterschiedliche Reinigungsleistungen.

7. Enzyme katalisieren biochemische Reaktionen.

Das zeigt, das es für einen Biofilter keinen Bauplan geben kann, nach dem immer und überall alles gleich gut funktioniert. Aber es gibt durchaus Bauweisen die anhand von Erfahrungswerten gereift sind und somit eine gute Grundlage darstellen. Mehr dazu unter Biofilter.


Nährstoffbindung

Im Wasser gelöste Nährstoffe können nicht mehr mechanisch herausgefiltert werden. Im Biofilter gelingt dies weitgehend durch Nitrifikationsprozesse und Umbau in Grünsubstanz durch die Wasserpflanzen. Letzteres gilt aber auch für Algen die im Prinzip auch Wasserpflanzen einfachster Bauart sind. Will man das Algenwachstum begrenzen, muss man weitere Möglichkeiten der Nährstoffelimination nutzen. Phosphate oder Stickstoffe, die Hauptnährstoffe lassen sich an geeignete Stoffe binden. Dies geschieht auf physikalisch-chemischer Ebene durch einen Ionenaustausch. Man muss jedoch die spezifischen Eigenarten der Adsorbermittel beachten um wirklich Erfolg zu haben.







Funktion des Schwimmteichs